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Als ich das Modell baute, gab es
den Bausatz von Hasegawa noch nicht. Ein Blick in die Schachtel des dieses
neuen Bausatzes zeigt auf der positiven Seite Teile für die
Rumpfinnenstruktur unterhalb der hochstellbaren Tragflächen, versenkte
Detailierung, Querruder und Landeklappen als extra Teile, sowie
Detailierung des vorderen Spants des Rumpfmittelteils zwischen den
Targflächen . Negativ ist
anzumerken sind das mäßig detailierte Cockpit und der recht
simpel geratene Schleudersitz. Ein echtes Manko sind aber die
Tragflächen in einem Stück, also ohne hochgeklappt anzubringende
Außenflächen. Als Trägerflugzeug kann die F-8 damit realistisch nur in
Start- oder Landekonfiguration, aber nicht in geparkt gezeigt werden (eine
Pilotenfigur ist allerdings vorhanden). Dass die Luftbremse nicht
ausfahrbar ist, ist in diesem Fall kein Fehler, da sie beim Start ohnehin eingefahren ist. Umgekehrt ist ein
Flugzeugträger-Diorama mit Wartungsarbeiten etc. nicht möglich, da diese
nur in Parkstellung, also mit hochgeklappten Tragflächen durchgeführt
wurden/werden. Für eine landstationierte sind Markierungen der
Marines oder einer Reserveeinheit (erkennbar an der fehlenden
Trägeraufschrift) erforderlich. |
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| Erhabene
Detailierung durch versenkte ersetzt. |
| Runde
Konturen mit Nähnadel, Zirkelspitze o.ä. mehrfach sachte
umfahren, gerade mittels Lineal und Skalpell mit nach oben
gedrehter Schneide. Anschließend alles verschleifen. Im Ergebnis sollten nur ganz
zarte Linien zu sehen sein. Ein Überschalljet hat keine
klaffenden Spalten. |
| Klappstellen
der Tragflächen detailiert. |
| Im Original
oben ein Scharnier, unten jeweils länglich-halbrunde Teile mit Loch, die bei
geschlossenen Tragflächen ineinander greifen und durch
entsprechende Bolzen miteinander verbunden werden. Ich habe innen
hinten unten 4, oben entsprechend 3 und vorne unten 2, oben 3
gezählt. Herstellung:
Dünnes Plastik etwas anfalzen, Draht aus dünner Stromkabel-Litze einlegen und
vorsichtig über einer Kerzenflamme soweit erwärmen, dass Falzen
ohne Bruchstelle möglich ist. Dünnes Plastikblättchen einschieben und
mit minimalem Leimauftrag (sonst Aufweichen) verkleben. Im
Ergebnis sollte ein U-förmiger Querschnitt, die ein
Loch frei lässt, entstehen. Als Material habe ich die Seitenwand
eines Quarkbechers verwendet. Anschließend zunächst passende
Länge abtrennen, dann Teile in der erforderlichen Breite. Der
Draht verhindert dabei, dass durch den Messerdruck das Plastik
bricht. Die Abstände sollten exakt die Breite des
gegenüberliegenden Teils haben. Anschließend Gießast über
Kerzenflamme dünn ziehen. Bolzenteile passender Länge abtrennen
und einkleben. Restliche Detailierung ergänzen. |
| Querruder
und Landeklappen gefertigt. |
| Um diese
Teile abgesenkt zu zeigen (Kein Muss, bei geparkten Maschinen aber
häufig zu sehen), genügt es
nicht, sie einfach herauszutrennen und abgewinkelt einzukleben. Im
Original sind die entsprechenden Spanten etwas weiter innen (Ober-
und Unterseiten stehen leicht über), die Querruder und Landeklappen
enden also nicht wie abgeschnittene Bretter. Je nach Teil sind gewichtssparende Aussparungen in den Spanten
vorhanden (in diesem Fall ist nur an den äußeren Klappen vorne ein Loch zu sehen).
Herstellung: Diese Teile zunächst von den Bausatzteilen abtrennen.
Oben innen keilförmig abfasen. Aus Plastikmaterial entsprechender Stärke
je ein keilförmiges Teil so schneiden/feilen, dass es die Lücke
ausfüllt und sich minimal dünner der Tragflächenkontur anpasst.
Vorderkante entsprechend der später gewünschten Stellung
unten abgeschrägt. Anhand der ausgeschnittenen Bausatzteile Konturen
darauf anzeichnen und Querruder- und Landeklappenteile abtrennen.
Aus dünnem Plastik (Quarkbecher!) obere und untere Blechteile
abmessen und ausschneiden. Nun von den keilförmigen Kernteilen
jeweils innen und außen je ca. 0,8 mm abtrennen. Außen-"Bleche"
mit Sekundenkleber so aufbringen, dass der Überstand auf jeder
Seite gleich groß ist. Plastikkleber würde das dünne Plastik
aufweichen. Hinterkanten etwas abrunden/anschärfen, Vorderkanten
in diesem Fall nur oben minimal abrunden. Gesondert weiß lackieren und
erst am Schluss anbringen. |
| Detailierung
an Rumpfmittelstück ergänzt. |
| Die vier
Reihen horizontaler Vertiefungen nachzubauen, war eine echte
modellbauerische Herausforderung. Wer über entsprechendes
Werkzeug verfügt, kann sie einfräsen. Wenn nicht, bleibt nur,
entweder ein Stück dünnes Alublech (aus Fastfood-Schale) mit
Hilfe eines Kugelschreibers zu prägen und dann mit UHU-hart auf
die entsprechend der Blechstärke abgefeilte Rumpfsektion zu
befestigen oder noch mehr vom Rumpf abzuschneiden und ein
aus "Fimo" geformtes Teil aufzusetzen. Bei mir ist es
erstere Variante. |
| Schleudersitz
gefertigt. |
| Anmerkung
vorweg: Alle Bausatz-Schleudersitze haben produktionsbedingt zu
dicke Seitenwände. Resin-Sitze meistens auch. Darum mache ich die
Dinger meistens selbst: Sitzunterteil
aus rechteckigen Plastikstückchen (Platten verschiedener Stärke
zu kaufen lohnt allemal); Sitzseitenteile aus Quarkbecher (falls
im Original Riffelung o.ä. über den Seitenkonsolen zu sehen ist, Teile aus Fastfood-Schale, Details mittels Bleistift, Zirkel
oder was sonst taugt, einprägen); rückwärtige Teile ebenfalls
aus Platte ausgeschnitten/passend geschliffen; hufeisenförmigen
Fallschirmbehälter aus Plastik; Sitz- und Rückenkissen - mit
entsprechenden Falten - aus "Fimo" (Knetmasse, die unter
Hitzeeinwirkung hart wie Holz wird); für die Gurte haben sich in
passender Farbe bemalte Streifen aus der (Metall-) Kapsel einer Weinflasche
bewährt, die Gurtschlösser sind aus zurechgebogenen Teilen einer
Fastfood-Aluschale; für die halbrund hervorstehenden Gurtteile
feile ich zuerst ein Stück Gießast halbrund, ziehe es über
einer Kerzenflamme auf die erforderliche Stärke und trenne dann
Stückchen in der benötigten Breite ab; Bemalung natürlich in
Gurtfarbe (s. hierzu auch
Modellbau-ABC Seite S mit Link zu hervorragenden Seiten hierzu);
die Auslösegriffe sind ebenfalls aus "Fimo" (vgl.
Modellbau-ABC Seite F). Hierzu nehme ich je einen dünnen Strang
gelbes und schwarzes Fimo und verdrehe/ziehe beide solange
gegeneinander, bis die erforderliche Dünne erreicht ist. Dann
brezelförmig auf ein Stückchen Blech (z.B. aus Coladose oder
Fastfood-Schale) legen, hinten ein Stückchen rotes "Fimo"
darüber,
und das Ganze vorsichtig über eine Kerzenflamme erhitzen, bis es
anfängt zu dampfen. Auskühlen lassen, das rote Teil glatt
schneiden und an dieser Stelle mittels Sekundenkleber am Sitz
befestigen. Eine Alternative wäre Draht, den man zunächst gelb
anmalt und nach dem Trocknen mit einer schwarzen Spirale versieht.
Falsch ist in jedem Fall, gelbe und schwarze Segmente zu malen.
Zuvor habe ich natürlich die diversen Leitungen und
Betätigungsstangen hinter dem Sitz angebracht (Je nach
erforderlicher Stärke Draht oder dünn gezogenen Gießast durch
ein Stückchen eines über einer Kerzenflamme dünn gezogenem
Wattestäbchen gezogen, diverse Kleinteile). |
| Cockpithaube
und Windschutzhaube selbst gezogen. |
| Muss man
nicht unbedingt, die Bausatzteile sind in Ordnung. Dünnes PVC
sieht aber nicht nur besser aus, sondern lässt sich auch später
besser reinigen. Ergänzend dazu habe ich den Rahmen und die fehlenden
Rückspiegel und Betätigungsstangen angebracht. Form und Haube
selber machen, ist einfacher, als man glaubt (vgl.
Modellbau-ABC Seite C), schwierig ist
manchmal nur die Befestigung. Im Falle der Crusader doppelseitiges
Klebeband, wodurch ein außen bündiger Schluss erzielt wurde (selbst
gezogene Haube ist dünner als das Bausatzteil). |
| Einstiegleiter
und - klappen gefertigt. |
| Entsprechende
Stellen geöffnet und minimal kleinere Teile aus Plastikresten
ausgeschnitten. Dünnes Plättchen (Quarkbecher) auf 3 Seiten in
Größe der Öffnungen, eine Längsseite mit etwas Überstand
aufgeklebt und mit der Überstandseite nach unten in den
Öffnungen befestigt. Die obere Klappe wurde zuvor auf der
Rumpfinnenseite hinterklebt. Unten ebenso, allerdings mit zwei
seitlichen Löchern Einstiegsleiter: Dünnen Draht so rechteckig
so gebogen, dass an der offenen Seite beide Enden in die Öffnung
passen; Stückchen Plastik mit einer Rille versehen, zwei schmale
Teile in Breite der Öffnung herausgetrennt und über dem schmalen
Drahtteil miteinander verklebt. Beide Drahtstücke nun parallel
leicht biegen und mittels Sekundenkleber in den Löchern der
unteren Öffnung befestigen. |
| Weitere
Ergänzungen (ohne nähere Beschreibung, weil das scratch ohnehin
kaum keiner nachbaut): |
| Luftbremse
ausgeschnitten, neu gefertigt. Rumpfstruktur oberhalb Luftbremse
aufgebaut. Rumpfstruktur unter den Tragflächen nachgebaut.
Fahrwerksschächte detailiert. Alles anhand von "Detail&Scale"-Fotos,
weil ich leider vergessen hatte, diese Details bei der originalen
F-8 zu fotografieren. |
| Markierungen
etc.: |
| Weil ich
eine Maschine der damaligen Einheit von RAdm. Paul Gillcrist haben
wollte, musste ich die ECM-Beule am Seitenleitwerk entfernen und
entsprechende Abziehbilder finden. Leider nur von Aeromaster
erhältlich und schlicht und einfach schrecklich. Fast alle Teile gingen wieder ab und mussten mit
verdünntem Holzleim wieder befestigt werden. Die BuAer-Nummern
passten nicht zur dargestellten Maschine. Der gelbe Winkel gehört zu
einer früheren Variante, ist also ohne Umbauten für diesen Bausatz
nicht verwendbar. |
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