Polikarpov I-1
Modell/Typ: Polikarpov I-1
Bausatz/Maßstab: ICM, 1/72
Einheit/Einsatzgebiet: Russland, 1926
Original
Ein Modell, das historisch bedeutsam ist, sollte es mal wieder werden. Mit der Polikarpov I-1 – einem nicht allzu bekannten Jagdflugzeug aus Russland – wurde ich dann auch fündig. Diese Maschine war nämlich das zweite serienmäßig gefertigte freitagende Tiefdeckerjagdflugzeug der Welt (Das erste war die Junkers D1). Daß es diese Maschine dann aber niemals in den Truppendienst geschafft hat, ist wieder ein andere Geschichte (die Flugeigenschaften waren derart schlecht, daß man sie keinem durchschnittlichen Piloten zumuten konnte).
Modell
ICM brachte Ende der neunziger Jahre ein recht ansehnliches Modell dieser Maschine in 1/72 heraus. Seitdem schlummert dieser Kit in meinem Keller.
Sehr viel Literatur zu diesem Typen hatte ich zwar nicht, lediglich in dem Buch Sowjetische Jagdflugzeuge von Wilfried Kopenhagen war eine Beschreibung mit Foto und Zeichnung zu finden. Also informierte ich mich im Netz und orientiert mich dann auch weitestgehend an dem sehr guten Baubericht von Rato Marczak (http://www.ratomodeling.com.br/finished/il400/. Leider ist die Seite nicht mehr aktiv.)
Begonnen wurde natürlich mal wieder mit dem Cockpit. Den Sitz sägte ich aus der Grundplatte heraus, um ihn besser mit einem Sitzkissen und Gurten verfeinern und in die richtige Form schleifen zu können. An den Rumpfhälften wurden die Spanten neu aufgebaut und einige Bedienhebel ergänzt. Nach dem Fixieren des Pilotensitzes auf dem Cockpitboden klebte ich vor diesem eine Alubodenplatte mit einem Steuerknüppel aus der Grabbelkiste ein. Die Ruderpedale baute ich scratch aus Plastiksheet. Die Bodenplatte setzte ich tiefer, sodass sie bündig mit dem Querträger für die Tragflächen abschloss, sonst sitzt der Pilotensitz zu weit oben. Am Armaturenbrett brachte ich noch die Verschlüsse der MG`s aus Draht an. Die Instrumente waren Einzeldecals von Airmodel.
Nach dem Zusammenkleben der Rumpfhälften wurden die MG- und Auspufföffnungen mit einem 0,5 mm Bohrer aufgebohrt. Die Querruder habe ich im Anschluss aus den Tragflächen ausgesägt, um sie danach ausgelenkt wieder anzukleben. Die Höhenflosse trennte ich nun ebenfalls ab, damit ich sie nach dem Anbringen und Verschleifen des Heckkonus´ getrennt ankleben konnte. Das erschien mir einfacher, als das mühsame Verschleifen zusammen mit der Höhenflosse. Die Tragflächen an den Rumpf zu kleben war der nächste Schritt. Durch den Querträger aus dem Rumpf ergab sich eine sehr gute Passgenauigkeit und die Spachtelmasse konnte in der Tube bleiben. Das Fahrwerk beim Ankleben genau auszurichten war noch etwas tricky, aber dann war der Bau fast fertig. Die Lederpolsterung um das Cockpit baute ich aus mehreren Lagen Kristal Klear auf und die Kopflederpolsterung über dem Sitz ergänzte ich aus einem kleinen zurechtgefeilten Plastikstückchen. Die seitlichen Handgriffstangen am unteren Rumpfende und die Bügel am Außenflügel unten sind aus Draht hergestellt.
Nach dem Verschließen der Cockpit- und Wasserradiatorenöffnung mit Schaumstoff erfolgte eine Grundierung mit glänzender Acrylfarbe. Nach ausreichender Trockenzeit lackierte ich die Metallteile mit Alclad 106 White Aluminium und die Holzteile mit Tamiya XF-16 Aluminium. Die beiden Farbgebungen ergaben dann den schönen, gewünschten Kontrast. Bei den Rädern orientierte ich mich an Rato Marczaks Model und spritzte die Felgen in Tamiya XF-7 rot. Ob das wirklich so stimmt, weiß ich nicht, aber es ergibt jedenfalls einen schönen Farbtupfer. Die Reifen bemalte ich mit Gunze H68 dunkelgrau. Zu guter Letzt erhielten die Wasser- und Ölradiatoren noch einen Farbauftrag mit Alclad 121 Burnt Iron, bzw. Alclad 104 Burnt Metal.
Jetzt konnte der Propeller und die Radiatoren angebracht werden und nach dem Verspannen des Fahrwerks war das Modell fertig.
Sicher ein Modell, das man nicht jeden Tag sieht und sich aus der Menge der 109er und Spitfires deutlich abhebt. Trotz seiner 25 Jahre überzeugt dieser kleine Kit mit richtig guter Passgenauigkeit und überzeugender Darstellung der Wellblechs. Ein Bausatz, der auch für Anfänger gut geeignet ist.
Fazit
Sicher ein Modell, das man nicht jeden Tag sieht und das sich aus der Menge der 109er und Spitfires deutlich abhebt. Trotz seiner 25 Jahre überzeugt dieser kleine Kit mit richtig guter Passgenauigkeit und überzeugender Darstellung des Wellblechs. Ein Bausatz, der auch für Anfänger gut geeignet ist.












