Airbus H-135P3 von Revell in 1:72
Und weiter gehts mit einer Airbus H-135P3 der ADAC Luftrettung. Basisbausatz ist der bekannte Revell Bausatz der EC-135 in 1:72. Dazu kamen 3D Umbauteile für die H135 und ein mittelhohes Kufenlandegestell, beides von Brent Air Decals sowie Decals von Heli Scale Quality. Und es sollte unbedingt der “Christoph 20” aus Bayreuth werden.
Der Airbus H-135, bis 2014 Eurocopter EC-135, ist ein zweimotoriger, leichter Mehrzweckhubschrauber und stammt entwicklungsgeschichtlich von der BO-105 ab. Der Prototyp hob am 1. Februar 1994 erstmalig ab. Die hier gezeigte Variante P3 entspricht der momentan modernsten Variante, angetrieben von zwei Pratt & Whitney PW206P3 Triebwerken (daher das “P”in der Bezeichnung). Es gibt auch noch die Option für Turbomecà-Arrius Triebwerke die dann mit “T” bezeichnet sind. Die Luftrettung war und ist ein Haupteinsatzgebiet dieses Hubschraubers. Er ersetzte die BO-105 und auch BK-117 in der deutschen Luftrettung fast komplett . Aber auch die Polizei setzt weltweit auf dieses Hubschraubermodell. Es gibt darüber hinaus militärische Varianten und selbst die NASA setzt drei Maschinen ein.
Der Bau des Revell-Modells geht im Großen und Ganzen gut von der Hand. Man sollte aber, wie bei der EC-145 auch, die Klarsichtteile für die seitlichen Fenster in Einzelfenster aufteilen um keine Passprobleme zu bekommen. Da wir schon beim Thema sind: ich hatte Glück und konnte einen Bausatz mit der ADAC-Version ergattern, was ja die erste Variante von Revell war. Und hier passt die Cockpithaube deutlich besser als bei aktuellen Auflagen, in denen die Qualität der Klarsichtteile leider deutlich nachgelassen hat. Etwas anpassen muss man aber trotzdem, vor allem im oberen Bereich der Cockpitverglasung. Die Maschine bekam wieder eine Inneneinrichtung und eine offene Schiebetüre, welche aber ausgesägt werden muss. Diese Option für offene Türen hat Revell bei seinen EC-135 und EC-145 Reihen leider verschlafen, das können andere besser.
Ein Vorteil der ADAC-Auflage ist, das die Spritzlinge gelb sind, was der Lackierung deutlich entgegenkommmt und man doch einige Decals des Bausatzes braucht wenn man eine ADAC Maschine bauen will. Die Bauanleitung hilft nur bedingt, Details wie Antennen, Scheinwerferpositionen und auch Beschriftungen müssen anhand von Originalbildern recherchiert werden.
Für mich steht und fällt ein Hubschraubermodell anhand von zwei Kriterien. Einmal der realistische Durchhang der Rotorblätter und dann die Sauberkeit der Klarsichtteile. Inzwischen gibt es jede Menge Masken für fast alle Modell die es deutlich einfacher machen ein sauberes Ergebnis zu erzielen. Sollte doch Lack unter die Masken kommen kann dieser mit einem Zahnstocker und etwas Geduld komplett entfernt werden.
Und zu guter Letzt noch eine Gegenüberstellung der H-145 in der “50 Jahre ADAC”-Sonderlackierung und der H-135 aus diesem Baubericht. Bei Interesse findet ihr mehr Informationen zur H-145 hier: Airbus H-145



