Sikorski CH-53GS des Hubschraubergeschwaders 64 in Laupheim in 1:72 (Basis Academy)
von Christian Schmidt
Original
Die CH-53 ist ein, je nach Version, zwei- bzw. dreimotoriger, mittelschwerer Transporthubschrauber des Herstellers Sikorsky. Firmenintern wird das Modell als S-65 bezeichnet. Die Bundeswehr beschaffte ab 1972 für die Heeresflieger 112 Maschinen der zweimotorigen CH-53G. Die ersten beiden kamen fertig aus den USA, der Rest wurde in Deutschland gebaut. Es stehen nach wie vor Maschinen im Dienst und zwar in den modernisierten Versionen CH-53GS, GE und GA, die ab 2027 durch die Boeing CH-47F ersetzt werden sollen. Die robusten, zuverlässigen Maschinen erlangten vor allem durch humanitäre Einsätze einen legendären Ruf.
Das Modell:
Ein jahrelanger Wunsch wird wahr: eine CH-53GS in 1:72. Dafür war aber einiges über die Jahre anzusammeln. Aber der Reihe nach…
Ich hatte vor vielen Jahren schonmal eine CH-53GS auf Basis des Fujimi-Bausatzes gebaut, bzw. etwas, was für mich nach einer aussah. Leider gibt es im 72’er Maßstab nach wie vor keinen Bausatz dieses legendären Hubschraubers in der GS Version. Drum habe ich über die Jahre folgendes angesammelt:
1 x Revell CH-53G
1 x Fujimi HH-53C, bzw. Teile davon
1 x Italeri CH-53E
1 x Academy CH-53D
1 x das Wingman-Set für israelische CH-53
1 x Decal-Bogen für deutsche CH-53 von HaHen
Der Basisbausatz ist der aktuelle Academy Bausatz der CH-53D. Das ist auch die Fujimi-Form, aber mit einer Kanzel ohne angegossenen Luftbetankungsanschluss. Der komplette Rumpf und der Rotorkopf stammt aus diesem Bausatz. Die IRB-Blätter sind aber aus dem Italeri HH-53C Bausatz und entsprechend modifiziert. Dann wurden am Rotorkopf noch allerlei Leitungen angebracht – 6 pro Blatt, also 36 Stück. Den Rotor hab ich abnehmbar gebaut.
Die Träger für die Zusatztanks sind aus dem älteren Fujimi-Bausatz, weil sie da besser abgespritzt waren. Die Tanks selbst sind aus dem Wingman-Set und aus Resin. Es würden auch die Tanks von Italeri passen, da müssen dann aber die Flügel am Tankende verändert werden. Die typischen deutschen Antennen unter dem Rumpf stammen aus dem Revell-Bausatz. Die seitliche Tür und die Heckrampe habe ich offen dargestellt; genauso wie das seitliche, rechte Cockpitfenster. Sämtliche Sensoren und die Täuschkörperwerfer stammen aus dem Wingman-Set. Die markante SATCOM-Antenne auf dem Rumpfrücken ist selbst gemacht, genauso wie der veränderte Auslass der APU auf der linken Seite oberhalb des Triebwerks. Durch einen perfekten Zufall kam im Dezember ein neuer Decal-Bogen für deutsche CH-53 von HaHen auf den Markt und wurde sofort bestellt. Nach der Lackierung mit Revell 36142 Gelboliv und Glanzlack wurden die Decals aufgebracht, die sich völlig problemlos verarbeiten lassen. Danach nochmal Ganzlack zum Versiegeln, dann erst der abschließende Tamiya-Mattlack. Auch einige Decals aus dem alten Revell-Bausatz kamen zum Einsatz. Dann kam mir noch ne Idee…
Auch in 1:72 ist die CH-53 ein stattliches Modell mit entsprechendem Rotordurchmesser und der Platz in der Vitrine ist knapp. Also habe ich aus den Reststücken von Fujimi, den Blattfaltgelenken von DF Helo Stuff und den Resinblättern von Wingman einen zweiten, angeklappten Rotorkopf gebaut; diesen aber ohne Leitungen. Irgendwo muss ich ihn ja anfassen können. Und so kann ich jetzt auf Ausstellungen mal den Rotorkopf wechseln und die CH-53 in der Vitrine platzsparend parken. Um den zweiten Rotorkopf auch auf Ausstellungen zeigen zu können, hab ich mir aus den Resten des Fujimi-Bausatzes und Polystyrolplatten noch ne kleine Base zusammengebastelt…..
Nachschlag:
eigentlich war das dicke Mädchen ja schon fertig, aber mir war sie einfach zu sauber. Also hab ich mich nochmal drangesetzt und mit stark verdünntem, aufgehelltem und abgedunkeeltem Gelboliv nachgearbeitet.
Jetzt sieht sie schon deutlich mehr nach Afghanistan aus.
Christian Schmidt – immer noch im Januar 2026





















