Avia BH-3 in 1:72 von Kovozávody Prostejov

von Gerhard Schmalzl

Modell/Typ: Avia BH-3

Bausatz/Maßstab: Kovozávody Prostejov, 1:72

Einheit/Einsatzgebiet: 1. Fliegerregiment, Tschechoslowakei, August 1923

 

Technische Daten:

Länge: 6,98 m, Spannweite: 10,24 m, Höhe: 2,38 m

Leergewicht: 288 kg, Max. Startgewicht: 414 kg

Motor: BMW III a, 185 PS

Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h in 4000 m, Reichweite: 500 km, Dienstgipfelhöhe: 8000 m

Bewaffnung: 2x 7,7 mm Vickers MG 0303 über dem Motor

Zunächst wollte ich für das Jahresthema 2026 – Vintage Modelle – kein neues Modell bauen, da ich genügend Vintage Modelle in meiner Sammlung habe. Beim Bau der kleinen Avia BH-10.4 überkam es mich dann doch, in den Trockenzeiten noch ein zeitgenössisches Modell zu bauen. Was lag da näher als die Avia BH-3.

Der Kit war wohl einer der letzten, die die Firma Kovozávody Prostejov noch zu kommunistischen Zeiten auf den Markt brachte. Bekanntlich waren die Modelle von KP ziemlich nahe am Original und auch die Passgenauigkeit war für damalige Verhältnisse auch ganz gut. So hatte ich keine Bedenken das Modell weitestgehend aus der Schachtel zu bauen.

 

Beim Cockpit ergänzte ich lediglich einige Hebel und die Gurte. Für das Instrumentenbrett verwendete ich einzelne Decals. Die Auspufföffnungen bohrte ich mit einem kleinen Bohrer auf. Die Lederpolsterung um das offene Cockpit baute ich aus Kristal Klear auf.  Der weitere Bau ging ohne Probleme vonstatten.

 

Nach der Grundierung erhielt die Unterseite einen silbernen Farbauftrag mit Tamiya XF-16. Für die drei Oberseitenfarben benutzte ich Tamiya XF-60 Dark Yellow, Mr.Hobby H 405 Olive Green und H 406 Chocolate Brown. Meiner Meinung nach treffen die Farbtöne ziemlich genau die Originalfarbtöne. Nach der Glanzlackierung konnte ich sogar noch die alten KP Decals verwenden! Lediglich die Farbtöne erschienen mir etwas zu blass. Aber es sollte ja Vintage sein. Eine kleine Herausforderung war dann noch das Bemalen des Propellers von Hand – die Holzmaserung halt!

Als Schlussfinish gab es noch die Lackierung mit Seidenmatt. Die Verschmutzung gestaltete ich sehr dezent, da diese Maschinen in Friedenszeiten sicherlich gut gepflegt waren.

Ein netter Bausatz für zwischendurch, der sich gut bauen lässt und nur selten zu sehen ist.

Gerhard Schmalzl im Dezember 2025