| Vorwort: |
| Die Rolle der F2A Buffalo in
der Schlacht um Midway ist wohl hinlänglich bekannt. Was aber nicht unbedingt
alleine der Buffalo angelastet werden kann. Ein Gutteil der Piloten
war frisch den Schulen gekommen, absolut unerfahren, sich auf die
Kampf-/Flugweise der Japaner einzulassen, kam erschwerend hinzu. |
| Warum die Finnen mit der Buffalo
mehr Erfolg hatten, erklärt sich einfach: Sie hatten die frühere und
leichtere Version Brewster 239 (eine denavalisierte F2A-1). Die
VMF-211 und -221 auf Midway flogen aber die letzte Version F2A-3. |
| Die F2A-3 unterschied sich von
der F2A-2 durch größeren Tankinhalt und Panzerschutz für den
Piloten. Offensichtliche Änderung war die Verlängerung des Rumpfes vorne um 10 Inches. Der
Motor allerdings blieb unverändert, so dass sich im Ergebnis zwar
eine längere Flugdauer, aber auch trägere Flugeigenschaften ergaben. |
| |
| |
| Bau des Modells: |
| 1. |
Der
Bausatz von Tamiya kann ohne Änderung nicht für eine Maschine der
Schlacht um Midway verwendet werden. |
| |
Er stellt eine F2A-2 mit dem
ursprünglichen, kürzeren Rumpf dar. |
| |
|
| 2.
|
Die von der US Navy, den
Briten und den Niederländern verwendeten Versionen unterschieden
sich in der Cockpitausrüstung. Der Ätzteilsatz 48387
von Eduard trägt dem und anderen Details ausreichend Rechnung.
Der Bau eines Modells ist also nicht nur eine Frage, welche
Abziehbilder man verwendet. |
| |
|
| 3. |
Keine der angebotenen
Markierungsvarianten der F2A-2 konnte mich locken - die
übliche Buffalo-Darstellung mit rotweißen Streifen am
Seitenleitwerk schon gar nicht!. - Blieb also noch die spätere
Verwendung der F2A-3 als Fortgeschrittenen-Trainer. |
| |
|
| 4. |
| Rumpfverlängerung: |
|
| |
|
| |
Motorhaube abtrennen,
Hinterkanten soweit keilförmig abfasen, dass eine scharfe
Kante entsteht. |
| |
|
| |
Einen Streifen dünnes
Plastik (Stärke unwichtig) am Rumpf innen einkleben, vorne
sollte ca. 5,3 mm überstehen. Nach dem Festwerden weitere
dünne Streifen darüber kleben, bis keine Stufe zum Rumpf
mehr besteht. Die schmaleren Enden dabei abfasen, damit auch
hier keine Stufen entstehen. Ist alles hart, verschleifen,
notfalls vorher etwas spachteln. |
| |
|
| |
Vorderkanten der
Verlängerung etwas abrunden; für die Verklebung der
Motorhaube habe ich ca. 1 mm veranschlagt, d.h. 5,2 mm
sollten sichtbar
bleiben. |
| |
|
| |
Um später den
Auspuff-Röhrchen mehr Halt zu geben, empfiehlt es sich, die
entsprechenden Stellen innen etwas aufzufüttern. Die
dazugehörenden Löcher bereits jetzt zu bohren, kann nicht
schaden. |
| |
|
| |
Soweit
erhabene Detailierung zu sehen war, wurde diese durch zarte
Gravuren ersetzt (der Rest - insbesondere die Bespannung -
ist leider, wie ich erst jetzt auf den Fotos sehe, bei
Tamiya etwas zu deutlich geraten. Sollte man ändern). |
|
| |
|
| |
|
| 5. |
|
Farbgebung: |
Cockpit
innen: Entgegen landläufiger Ansicht war die F2A-3 innen
nicht in in "Interior Green" gehalten. Diese Farbe wurde
erst später offiziell. Flugzeuge dieser Zeit sind deshalb in
einem firmeneigenen Anstrich gehalten, wobei der gelbliche
Korrosionsschutz "Zinc Chromate" mit Ruß oder einer passend
erscheinenden Farbe ins Grüne abgewandelt wurde. Wie auf
einem Farbfoto auf der F2A-3-Seite von Wikipedia gut
zu sehen, war dies bei der F2A-3 ein dunkles, in Bräunliche
gehendes Grün. |
| |
Außenanstrich: Die F2A-3
war, Direktiven vom August 1941 bzw. Februar 1942 folgend,
auf den Oberseiten
"Non Specular Sea Blue" und den Unterseiten "Non Specular Light
Gray" getarnt (vgl. hierzu extra Seite).
Diesen Anstrich behielten sie
natürlich nach ihrer Überstellung zu Trainingseinheiten bei.
"Non Specular" ist übrigens nicht als "matt" zu verstehen,
sondern, wie schon der Name sagt, lediglich als "nicht
glänzend". |
| |
Auf Trainingsmaschinen aus Miami sind
- vgl. Squadron/Signal Heft 81 - meist helle Markierungen an den Flügeln im Bereich der Randbögen,
mitunter auch auf den Querrudern sowie am Seitenruder zu
erkennen. Da etwas dunkler als das Weiß des
Hoheitsabzeichens kommt dafür nur Hellgrau (so "Squadron/Signal")
oder Gelb in Frage. Ich habe mich für Gelb entschieden, da
dies bereits die offizielle Farbe für Trainingsmaschinen war
("Yellow Peril" etc.) und Hellgrau wenig Sinn
macht: Auf einer bereits "Blue Gray" getarnten Maschine gibt
es kein übrig gebliebenes "Light Gray" und als
Markierungsfarbe bietet es sich auch nicht gerade an. - Wegen des
folgenden Anstrichs wurden diese Stellen mit Klebeband
abgedeckt |
| |
|
|
| |
|
| 6. |
| Alterung: |
|
| |
|
| |
Das, was nun
folgt, könnte man "preshading der anderen Art" nennen (von
mir vor 30 Jahren erfunden, allerdings ohne Namen). Zugrunde liegt die
Feststellung, dass auf Farbe keineswegs
einheitlich ausbleicht und schon gar nicht um jeden
Blechstoß herum dunkler bleibt. Zu sehen sind geringfügige
Farbnuancen, unregelmäßig geformt, wobei Stellen, die
häufiger mit Öl in Kontakt kommen, weniger angegriffen sind
(Das "Olive Drab" der USAAF stellt hierbei einen Sonderfall
dar, denn es changierte darüber hinaus zu einen
rosastichigen Hellbraun). |
| |
|
| |
Als Erstes
kommt ein kompletter Anstrich* in "Blue Gray" und "Light Gray".
So dünn wie möglich (Klarsichtteile natürlich vorher
abgedeckt). Gut trocknen lassen. |
| |
* Während es
bei "Light Gray" keine Probleme gibt - FS 36440 - , handelt
es sich bei "Blue Gray" um einen nicht normierten Farbton.
"Blaugrau" trifft es aber sehr gut
(vgl. hierzu Farbchips). Da auch im Original Variationen
vorkamen, muss man hier nicht pingelig sein, Steingrau o.ä.
wäre aber definitiv falsch. |
| |
|
| |
Dann werden
oben die Flecken aufgetragen. Deutlich dunkler bzw. heller.
Die Originalfarbe dient dabei als Basis, die man mit
verwandten Farbtönen aufhellt bzw. abdunkelt (das darf
stellenweise fast Weiß bzw. Schwarzgraublau sein). Man kann
das spritzen, es geht aber auch mit dem Pinsel, wenn man
dünne Farbe nimmt. |
| |
|
| |
Ist alles
trocken, erneut dünn mit Originalfarbe übersprühen.
Übertreibt man, ist von der "Alterung" nichts mehr zu sehen. |
| |
|
| |
Ölspuren
vorne - auf Fotos deutlich zu sehen: Entsprechende Stelle
dünn mit Verdünnung einstreichen, dünne Glanzfarbe auftragen
und mit einem anderen, mit Verdünnung benetzten Pinsel
verstreichen. Zum Trocknen Maschine auf den Kopf stellen. |
|
| |
|
| |
|
| 7. |
| Periskop: |
Kein Muss, aber einige
Maschinen hatten, weil man hinten einen Großteil der
Verglasung übermalt hatte, um die Temperatur im Cockpit
erträglich zu halten, oben auf der Windschutzscheibe ein
Periskop. Form wie ein halbrunder Knubbel, hinten flach, mit
einer Linse. Innen eine Art Spiegel (ich nehme an ein
Prisma, vgl. im Übrigen hierzu die Wikipedia-Seite). |
| |
|
| |
|
|
| 8. |
|
Markierungen: |
Beim "outfit" des Modells
habe ich mich an einem Foto in Squadron/Signal Heft 81
orientiert. Damit ich nicht jede winzige Kleinigkeit im
Anstrich der abgebildeten Nummer 21 nachahmen
musste, habe ich mich, da die Nummer 24 ebenso markiert war,
für die Nummer
23 entschieden. Wie die
Hoheitsabzeichen aus Restbeständen. Beim Hoheitsabzeichen
ist darauf zu achten, dass es nicht die Querruder bedeckt. Nur
ein Querruder farbig war so. |
| |
|
| |
|
|
| 9. |
|
Schiebehaube: |
Bei der originalen Schiebehaube der
F2A-3 entfielen die mittleren senkrechten Streben. Die
zwei mal drei Perspexstreifen wurden an den hinteren Rändern
übereinander gelegt und verklebt. |
| |
Die dem Bausatz
beiliegenden und einteiligen Cockpithauben
(Windschutzscheibe mit bzw. ohne Zielfernrohr) sind zwar von
brauchbarer Stärke/Dünne, dennoch würde das Mittelteil nicht
über den Rumpfrücken passen. Also selber ziehen. Ohne
Balsaholzklötzchen (ein uraltes Relikt aus Zeiten als es
noch keinen Polyester-Spachtelkitt oder "FIMO" gab; Ersteres
bei Autoreparatursachen, Letzteres bei Spielwaren
erhältlich). Ich habe das Bausatzteil leicht eingefettet,
mit angerührtem Spachtelkitt ausgefüllt und nach dem Härten
und Entfernen des Bausatzteils nochmals leicht
aufgespachtelt, damit die Form nicht zu klein wird (mit "FIMO"
würde man die Form kneten und dann im Ofen härten). In
beiden Fällen wird gleich ein Fuß eingebaut, damit man für
das Ziehen des Klarsichtteils aus PVC genügend Platz nach
unten hat. Für diese relativ einfache Form genügt es, das
Klarsichtmaterial mit je einem Leistchen links und rechts zu
versehen und zum Erhitzen einen Toaster zu nehmen (statt
"Ziehen" sollte man besser "mit nur wenig Druck herumlegen"
sagen). Im Original war baubedingt zwar hinter jedem
Haubenstreifen eine kleine Stufe, einskomma fast nix
Millimeter im Modell nachbilden zu wollen, wäre aber
Schwachsinn, da nicht mehr maßstäblich darstellbar (gilt
auch für die Stufen bei den F6F bzw. F4F-Modellen von
Hasegawa, Tamiya und Eduard). Um die Trennung sichtbar zu
machen, wurden einfach mit dem Skalpell links und rechts
sachte je zwei senkrechte Streifen eingeritzt. Haubenrahmen
aus entsprechend bemalten Abziehbildstreifen (Verbesserte
die Haftung durch verdünnten Holzleim). |
| |
Wegen der höheren Durchsichtigkeit ist
bei meinem Modell auch die Windschutzscheibe selbst gezogen
und mit Zweikomponentenkleber in einer Rille befestigt. |
| |
|
|
| |
|
| 10. |
| Antenne: |
Die Antenne ist wie bei
mir üblich aus einem dünnen Strumpfhosenfaden. Isolatoren je
ein Tröpfchen Zweikomponentenkleber. Ableitung in den Rumpf
aus Faden halber Stärke, über die Antenne gelegt und mit
einem dünnen Pflock (Gießastteil) mit Leim in einem Löchlein im
Rumpf befestigt. |
|
| |
|
| |
|
| 11. |
|
|
|